Therapie

Auch wenn die Therapiemöglichkeiten von Demenzerkrankungen zurzeit noch sehr begrenzt sind, so wächst das Wissen auf diesem Themengebiet doch stetig. Neben der Standardtherapie können unseren Patienten auf Wunsch im Rahmen von Studien nicht medikamentöse Behandlungsformen sowie neu entwickelte bzw. in der Entwicklung stehende Arzneimittel angeboten werden. Jeder Patient erhält abhängig vom Stadium und der Ursache seiner Gedächtniserkrankung eine individuelle Beratung zur Therapie und möglicher Studienteilnahme.

Nicht medikamentöse Behandlungsformen

Nicht medikamentöse Behandlungen können dazu beitragen, die Zufriedenheit und Alltagsfertigkeiten des Patienten aber auch der Angehörigen an die erkrankungsbedingten Lebensumstände zu verbessern. Langfristige Ziele dabei sind, bestehende Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bewahren und zu stärken sowie den Umgang mit dem nachlassenden Leistungsvermögen zu erleichtern und die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten.

Medikamentöse Behandlungsformen

Die aktuell zugelassenen Medikamente können den Verlauf der Gedächtnisstörung z.B. der Alzheimer Krankheit nachgewiesenermaßen hinauszögern. Es gibt jedoch unter den verfügbaren Medikamenten keine Substanz, die den typischen Nervenzellabbau einer neurodegenerativen Erkrankung aufhalten kann. Neben der Behandlung der Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit spielen bei Demenzen auch häufig für die Umwelt problematische Verhaltensweisen wie Unruhe, wirklichkeitsfremde Überzeugungen, Sinnestäuschungen und/ oder Schlafstörungen eine wichtige Rolle. Sollten nicht-medikamentöse Ansätze keine ausreichende Wirkung entfalten, kann der Arzt in unserer Sprechstunde auch auf medikamentöse Therapieformen zurückgreifen. Die Therapieempfehlung erfolgt immer individuell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt.

Studien

 

 

Leiter der Studie in Deutschland:

Prof. Dr. Stefan Teipel

Studienleiter vor Ort:

Prof. Dr. Stefan Teipel

Studienkoordinatorin:

Henrike Pfaff (Tel. 0381 494 4767)

Beginn:

2018

Status:

laufend, Rekrutierung aktiv

 

Hintergrund und Ziele

 

In der Graduate I – Studie wird die Wirksamkeit eines neuen Medikaments untersucht, das das Fortschreiten der  Gedächtnisprobleme bei Menschen mit beginnender Alzheimer-Erkrankung möglicherweise verlangsamen kann.

Übersicht

Beteiligte Studienpartner sind die Universitätsklinik Mainz, die Universitätsklinik Köln und die Sporthochschule Köln. Die Studie ist insgesamt auf drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund einer Million Euro gefördert.

Ablauf der Studie

Die Studie dauert etwa 2 Jahre mit einer anschließenden Nachbeobachtungszeit von einem weiteren Jahr. Die Teilnehmer stellen sich 1-2 mal im Monat im Prüfzentrum vor. Die Studie beinhaltet zahlreiche Standartuntersuchungen zur Gesundheitsprüfung, z.B. Gedächtnistests, EKG, Blut- und Urinuntersuchungen sowie MRT. Die Teilnahme an dieser Studie ist kostenlos, die Anfahrten zum Prüfzentrum werden pauschal vergütet.

Die Teilnehmer müssen zwischen 50 und 90 Jahre als sein und an einer beginnenden Alzheimer Erkrankung leiden. Im Rahmen der Studie benötigen sie einen Studienpartner, der darüber berichten kann, wie der Teilnehmer mit den Tagesaktivitäten zurechtkommt und der bereit ist, den Teilnehmer bei allen Terminen zu begleiten.

Wenn Sie an einer Studienteilnahme interessiert sind, wenden Sie sich bitte an die oben angegebene Studienkoordinatorin.

 

 

Leiter der Gesamtstudie:Prof. Dr. med. Lutz Frölich, Mannheim
Studienleiter vor Ort:Prof. Dr. Stefan Teipel
Studienkoordinator:Henrike Pfaff (Tel. 0381 494 4767)
Beginn:2019
Status:laufend, Rekrutierung aktiv

 

Hintergrund und Ziele

Die bekanntesten Symptome der Alzheimer Erkrankung sind Störungen der Merkfähigkeit und Gedächtnisverlust (sog. kognitive Einschränkungen). Es gibt aber auch sehr frühe Zeichen, die auf diese Erkrankung hindeuten können. Dazu gehören bestimmte Sprachmuster und Einschränkungen im Sprachgebrauch, die für die Alzheimer Erkrankung hinweisend sind.

In dieser Studie soll geprüft werden, ob durch eine computergestütze Sprachuntersuchung die Entdeckung der Alzheimer-Krankheit möglich ist

 

Übersicht

In dieser Studie werden Patienten ab 55 Jahre mit Alzheimer Erkrankung und Probanden ohne Alzheimer Erkrankung über einen Tablet-Computer einfache sprachliche Aufgaben gestellt. Der Computer nimmt die Antworten auf und übermittelt sie verschlüsselt und ohne Nennung des Namens in eine Datenbank. Eine Datenbank ist ein System zur elektronischen Datenverwaltung um große Datenmengen zu speichern und um sie für Analysen bereitzustellen. Dort werden die Sprachproben dann analysiert und geprüft, ob sich ein unterschiedliches Sprachmuster in den untersuchten Gruppen erkennen lässt.

Ablauf der Studie

Die Teilnahme an dieser Studie ist mit einem einzigen Besuch am Studienzentrum verbunden, bei welchem Fragen zum Gesundheitszustand und, falls zutreffend, zur Erkrankung gestellt und der Umgang mit dem Tablet-Computer und der Ablauf des Tests erklärt werden. Anschließend wird der Sprachtest am Computer durchgeführt. Danach ist die Studie beendet.

Wenn Sie an einer Studienteilnahme interessiert sind, wenden Sie sich bitte an den oben angegebenen Studienkoordinator.