Laufende Studien: Probanden gesucht

DELCODE – Studie - DZNE longitudinal cognitive impairment and dementia study

Leiter der Gesamtstudie:Prof. Dr. Frank Jessen, Universitätsklinikum Bonn
Studienleiter vor Ort:Prof. Dr. Stefan Teipel
Studienkoordinator vor Ort:Heike Raum (Tel. 0381 494 9628)
Beginn:2014
Status:laufend, Rekrutierung aktiv

Hintergrund und Ziele

Ein wichtiges Ziel in der Alzheimer-Forschung ist die Früherkennung der Erkrankung möglichst bereits vor dem Auftreten von Symptomen oder bei ersten leichten Symptomen. Dies ist die Voraussetzung für die Entwicklung von Therapien, die bereits zu solch frühen Zeitpunkten eingesetzt werden und von denen man sich nach dem heutigen Stand der Forschung eine bessere Wirksamkeit verspricht als später einsetzende Therapien. Die DELCODE-Studie untersucht daher verschiedene Risikogruppen und Personen in einem frühen Krankheitsstadium über mehrere Jahre hinweg. Auf diese Weise sollen Verfahren entwickelt werden, die frühe Krankheitsstadien charakterisieren, eine verbesserte Vorhersage des Krankheitsverlaufs ermöglichen und neue Marker für eine frühe Alzheimer-Demenz-Diagnose identifizieren.

Übersicht

DELCODE ist zunächst auf drei Jahre und insgesamt 1000 Studienteilnehmer ausgelegt, die jährlich untersucht werden. Das DZNE führt diese Studie an den DZNE- Standorten Berlin, Bonn, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock und Tübingen durch.Eingeschlossen werden Personen ohne Beschwerden (gesunde Kontrollprobanden), Patienten mit leichten Gedächtnisstörungen oder leichter Demenz sowie erstgradige Angehörige von Patienten (Kinder, Geschwister) mit einer diagnostizierten Alzheimer-Erkrankung. Das Mindestalterfür die Teilnahme ist 60 Jahre.

Ablauf der Studie

Die Untersuchungen im Rahmen der Studie umfassen u.a. eine ausführliche Befragung durch einen Studienarzt, eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung (Prüfung von Gedächtnisfunktionen und anderen Bereichen der geistigen Leistungsfähigkeit), eine Blutentnahme und eine kernspintomographische Untersuchung der Kopfes (MRT). Optional wird eine Lumbalpunktion (Nervenwasserentnahme) durchgeführt, sofern der Studienteilnehmer hierzu einwilligt.